Das Erzgebirge hat reichlich Weihnachtstraditionen. E bissl mehr kann da eigentlich nicht schaden. Vor allem dann, wenn sich Heimat, Kunst und Handwerk auf so wunderbare Weise verbinden. Die ambitionierte Idee dahinter stammt von Joachim Roth, Unternehmer aus Zwönitz. Jedes Jahr erzählt eine Weihnachtskugel von der Region – von ihrer Landschaft, ihrer Kultur und den Menschen, die sie prägen. Gestaltet von wechselnden Künstlerinnen und Künstlern, als handbemaltes Sammlerstück und als kleinere Serienkugel.
KRAUSSREINHARDT gab dieser Idee einen Namen und ein Gesicht. Von der Markenentwicklung über die Verpackungen bis zur filmischen Begleitung entstand ein Auftritt, der die besondere Qualität der Produkte sichtbar macht. Und schon bei der Premiere an die nächsten Jahrgänge denkt.
Heimat in jedem Buchstaben
Die ERZ-EDITION erzählt von Kunst, Handwerk und Weihnachten. Das sollte schon ihr Schriftzug mitbringen. Dafür entwickelten wir eine Wortmarke mit fein ausgearbeiteten Serifen, eigenwilligen Buchstabenformen und gezielten Farbakzenten. Leicht verspielt, mit Liebe zum Detail – das passt im Erzgebirge schließlich ganz gut.
„Made for Haamit“ ergänzt die Marke um ein kleines Bekenntnis zur Heimat. Für kompakte Anwendungen übernimmt ein dreifarbiges ERZ-Signet die Hauptrolle, etwa in den Namenseinblendungen der Filme.
Schriften, Farben und Gestaltungsregeln haben wir in einem Corporate-Design-Manual zusammengeführt. So erhalten wechselnde Motive und künstlerische Handschriften einen gemeinsamen Rahmen. Und die Marke bleibt vom Geschenkkarton bis zum Film wiedererkennbar.
Vorfreude zum Auspacken
Bei einem Sammlerstück gehört die Verpackung zum Erlebnis. Für die ERZ-EDITION gestalteten wir deshalb beide Varianten passend zu ihrem Inhalt: Die kleinere Serienkugel zeigt sich durch großzügige Sichtfenster im Kraftkarton. Die limitierte Edition bekommt mehr Raum für Motiv, Künstler und die Geschichte des jeweiligen Jahrgangs.
Die Gestaltung verbindet natürliche Materialien mit prägnanter Typografie und den Details der Edition. So beginnt die Freude am Produkt schon vor dem Auspacken. Und weil jedes Jahr eine neue Kugel hinzukommt, haben wir die nächsten Verpackungen gleich mitgedacht.
Ein Gipfel für die Premiere
Der erste Jahrgang trägt einen vertrauten Anblick: den Fichtelberg. Katrin Wetzel aus Hormersdorf hielt ihn für die Edition 2025 malerisch fest. Ihre Arbeit bildet die Grundlage für 111 mundgeblasene, handbemalte und einzeln signierte Sammlerstücke sowie eine kleinere Serienkugel.
Unsere Aufgabe führte dabei bis in die Fertigung. Wir bereiteten das Motiv für die Serienproduktion auf und stimmten Druckbild, Farben und Details mit dem Hersteller ab. Schließlich soll der Fichtelberg auch auf acht Zentimetern noch eine gute Figur machen.
Viel Handarbeit, viel zu erzählen
Glas wird geformt, Farbe aufgetragen, aus einem Rohling ein Einzelstück. Hinter der ERZ-EDITION stehen Menschen, deren Können und Begeisterung wir auch filmisch sichtbar machen wollten.
Wir entwickelten Konzept, Dramaturgie und Drehbuch, organisierten die Drehs und begleiteten die Produktion. Die Dreharbeiten übernahm unser Partner VideoVision aus Chemnitz. Der Film führt durch die Entstehung der ersten Edition und gibt den Beteiligten Raum, ihre Geschichte selbst zu erzählen.
ERZ-EDITION 2026: Jetzt kommt Musik ins Spiel
Nach dem Fichtelberg folgt ein Erzgebirger, dessen Lieder bis heute zur Heimat gehören. Zum 150. Geburtstag von Anton Günther widmet ihm Gebr. Roth die zweite ERZ-EDITION. Rico Weißflog aus Schwarzenberg schuf das Porträt, Moosgrün gibt dem neuen Jahrgang seinen Farbklang.
Wir begleiteten die gestalterische und produktionstechnische Umsetzung und führten das Verpackungsdesign weiter. Die Marke bleibt vertraut, während die neue Ausgabe ihren eigenen Charakter bekommt.
Auch unser Filmkonzept schlägt ein neues Kapitel auf. Es führt vom Atelier über eine Schnitzwerkstatt bis in die Dräckschenk. Dort entsteht mitten auf einer Baustelle mit Musik, Kerzenlicht und einer wachsenden Runde eine Hutzenstube. Die Kugel verbindet die Begegnungen – und aus einem Porträt wird eine Geschichte über gelebte Kultur.
Für diese Fortsetzung entwickelten wir erneut Dramaturgie und Drehbuch und übernahmen die Organisation und Begleitung der Filmproduktion mit VideoVision. Mit persönlichen Gesprächen, hörbarer Mundart und dem einen oder anderen Scherz. So viel Zeit muss sein.
Ist es endlich an der Zeit, ihr eigenes projekt zu starten? Sprechen wir darüber: